Genf wird diesen Sommer zur Hauptstadt der Lebensdaten
Genf, Montag, 15. Juni 2026 – Unsichtbar, aber allgegenwärtig sind Daten zu einem der Motoren der modernen Wissenschaft geworden. In diesem Sommer bereitet sich Genf darauf vor, sie mit #GenevaLovesData zu würdigen, einer Initiative des Schweizerischen Instituts für Bioinformatik (SIB), die gemeinsam mit der Universität Genf getragen wird. Geplant sind Ausstellungen, Konferenzen und ein öffentliches Forum zu den gesellschaftlichen Auswirkungen von Lebensdaten. Höhepunkt dieses Programms ist die europäische Konferenz für Computational Biology (ECCB), die vom 31. August bis 4. September 2026 im CICG stattfindet – die grösste Veranstaltung dieser Art in Europa.
Daten für das Gemeinwohl: zentrale Veranstaltungen
Die Lebensdaten sind heute zu einer strategischen Ressource geworden. Sie ermöglichen es, die Entwicklung von Epidemien zu verfolgen, die Betreuung von Patientinnen und Patienten zu verbessern, Ökosysteme besser zu verstehen oder KI-Modelle zu trainieren. Ihr Wert für individuelle wie öffentliche Entscheidungen beruht auf ihrer Zuverlässigkeit und langfristigen Zugänglichkeit.
Um diese Herausforderungen konkret zu beleuchten und allen die Rolle Genfs bei der Bereitstellung verlässlicher Daten zur Bewältigung grosser gesellschaftlicher Themen in Erinnerung zu rufen, lädt die Initiative #GenevaLovesData die breite Öffentlichkeit ein, die Ausstellung Datarium zu entdecken. Zwischen Geschichten, Bildern und Infografiken ist die Ausstellung ab dem 3. August im Parc des Bastions und anschliessend in der Rotonde du Mont- Blanc sowie ab Anfang Juli online (datarium.ch) zugänglich.
Am 31. August bietet das öffentliche Forum „Gesundheit, Biodiversität, KI: Datenwissenschaft im Dienst des Gemeinwohls“ einen interaktiven Nachmittag mit Workshops – etwa zur Medikamentenentwicklung oder DNA-Analyse – sowie Dialoge mit Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern und Entscheidungsträgern.
„Lebensdaten prägen bereits unsere Zukunft. Mit #GenevaLovesData wollen wir es jeder und jedem ermöglichen, ihre Auswirkungen zu verstehen, und die wissenschaftliche Exzellenz zeigen, die die Schweiz in diesem Bereich einbringt“, erklärt Simone de Montmollin, Präsidentin des SIB.
Die ECCB: internationaler wissenschaftlicher Höhepunkt
Der wissenschaftliche und internationale Teil der Initiative wird von der grössten europäischen Konferenz des Bereichs getragen, die erstmals vom 31. August bis 4. September im CICG in Genf stattfindet. Der Kanton wird mehr als 1’000 Expertinnen und Experten aus aller Welt zur 25. European Conference on Computational Biology (ECCB) empfangen.
Personalisierte Medizin, Epidemievorsorge, Erhalt der Biodiversität oder künstliche Intelligenz: Die behandelten Themen stehen im Zentrum aktueller wissenschaftlicher und gesellschaftlicher Fragestellungen. Zu den Referierenden gehören unter anderem Jeremy Farrar, stellvertretender Generaldirektor der Weltgesundheitsorganisation, die CNRS-Forschungsdirektorin Aleksandra Walczak, der Stanford-Professor Stephen Quake sowie politische Persönlichkeiten wie Bundespräsident Guy Parmelin und die Präsidentin des Genfer Staatsrats Anne Hiltpold. Sie werden die strategische Bedeutung von Daten für Innovation, Gesundheit, Umwelt und internationale Zusammenarbeit im Zeitalter der künstlichen Intelligenz hervorheben.
Genf: globaler Hub für vertrauenswürdige Daten
„Ohne zuverlässige Daten kann es weder zuverlässige Wissenschaft noch verlässliche KI geben. Das ist eine der grossen Herausforderungen unserer Zeit – und Genf hat dabei eine besondere Rolle zu spielen“, erklärt Christophe Dessimoz, Direktor des SIB.
„Gesundheitsdaten betreffen das Leben und das Intime, und ihr Umgang verpflichtet unsere kollektive Verantwortung.“ erklärt Antoine Geissbühler, Dekan der medizinischen Fakultät, Universität Genf.
Ein Jahr vor dem internationalen AI Summit bestätigt Genf so seine Rolle als internationale Plattform für qualitativ hochwertige Daten und damit verbundene Expertise zur Erzielung positiver und verlässlicher gesellschaftlicher Wirkungen. Diese Position stützt sich auf ein langjähriges Engagement und ein weltweit anerkanntes Ökosystem – vom GRID-Geneva über das SIB bis hin zum CERN und zur Universität –, das hochwertige Daten produziert, strukturiert und verfügbar macht sowie die notwendigen Standards für wissenschaftliche Zusammenarbeit auf globaler Ebene bereitstellt.
Die Initiative #GenevaLovesData steht im Zentrum des Wandels, den Genf im Zeitalter der künstlichen Intelligenz erlebt.
Programmübersicht
Montag, 3. August – Mittwoch, 19. August 2026: Ausstellung Datarium im Parc des Bastions
Mittwoch, 12. August 2026: Offizielle Vernissage der Ausstellung Datarium im Parc des Bastions
Donnerstag, 20. August – Sonntag, 30. August 2026: Ausstellung Datarium in der Rotonde du Mont-Blanc
Montag, 31. August 2026: Öffentliches Forum „Gesundheit, Biodiversität, KI: Datenwissenschaft im Dienst des Gemeinwohls“, im CICG
Montag, 31. August 2026: Eröffnungsfeier der ECCB
Montag, 31. August – Freitag, 4. September 2026: ECCB, im CICG
Medienvertreterinnen und -vertreter sind eingeladen, an allen Veranstaltungen teilzunehmen (nach vorgängiger Anmeldung online oder über den SIB-Pressekontakt).
Programm: #GenevaLovesData – Genf im Zentrum der Daten der Lebenswissenschaften Medienkontakt
Medienkontakt: für Akkreditierungen, Interviewanfragen oder thematische Berichterstattung